| Jeder Mensch möchte saubere Gewässer, saubere Städte und frisches Trinkwasser, und zwar nicht nur aus ästhetischen und ökologischen Gründen, sondern auch weil die Volksgesundheit in erster Linie von diesen Dingen abhängig ist. Um dieses alles zu gewährleisten, sind anspruchsvolle technische, chemische und biologische Verfahren und hohe Kosten erforderlich.
Die Fachkräfte für umweltechnische Berufe werden dazu ausgebildet, die aufwendigen Prozesse zu steuern, zu überwachen und zu warten. Dazu spezialisieren sie sich in die Bereiche Abwassertechnik, Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Trinkwasser- versorgung.
Der Abwasserbereich sammelt und transportiert das gebrauchte Wasser und reinigt es auf Abwasserreinigungsanlagen. Einleiter von Abwässern sind zu überwachen und Rohrnetze instand zu halten und zu pflegen. Das Abwasser durchläuft eine Vielzahl von mechanischen, biologischen und chemischen Prozessen, bevor es gereinigt in einen Fluss geleitet werden darf.
In den Betrieben der Kreislauf- und Abfallwirtschaft wird der Abfall gesammelt, getrennt, aufbereitet, gelagert und entsorgt. Ein Hauptanliegen der Abfallwirtschaft ist es, Wege zu finden, Abfälle zu vermeiden und zu vermindern. Die Behandlung und Entsorgung von Sonderabfällen und die Bedienung und Überwachung der Aufbereitungs- und Entsorgungsanlagen fallen ebenso in diesen Bereich.
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Im Vordergrund der Trinkwasser- versorgung stehen die Gewinnung und die Aufbereitung von Trinkwasser. Dazu müssen Gewinnungsanlagen bedient, überwacht und vor Verunreinigungen geschützt werden. Bei der Aufbereitung durchläuft das Rohwasser verschiedene Filteranlagen, um z.B. Eisen, Mangan und Kohlensäure aus dem Wasser zu entfernen. Darüber hinaus muss das Wasser mit Sauerstoff angereichert und entkeimt werden. Über ein umfangreiches Rohrnetz gelangt es zu den Verbrauchern.
Zu den Aufgaben der drei Berufe gehören:
- das Messen, Steuern und Regeln der Anlagen
- Laborarbeiten und Analyseverfahren
- Metallverarbeitung und Elektrotechnik
- Pflege, Instandhaltung und Instandsetzung der Anlagen
- selbstständiges Arbeiten und
- ein hohes Maß an Hygiene
In der Berufsschule werden im Blockunterricht u. a. die natur- wissenschaftlichen Zusammenhänge, Verfahrenstechnik, Elektrotechnik und Messen, Steuern und Regeln jeweils auf den speziellen Beruf zugeschnitten erlernt. Die Betriebe vermitteln zusammen mit Labor-, Metall- und Elektrotechniklehrgängen die praktischen Fertigkeiten. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre.
In den ersten 18 Monaten der Ausbildung werden allen drei Berufen in der Berufsschule die Grundkenntnisse vermittelt. Danach finden die Spezialisierungen statt.
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