Die Aufgaben des Augenoptikers/der Augenoptikerin sind sehr vielseitig, und reichen von handwerklichen Tätigkeiten bis zur Beratung von Kunden.
Da der Beruf des Augenoptikers/der Augenoptikerin ein Dienstleistungsberuf ist, sollte der Augenoptiker/die Augenoptikerin ein gepflegtes Äußeres und ein freundliches Erscheinungsbild haben. Um den Kunden professionell beraten zu können, ist ein Farb- und Formgefühl sowie Modebewusstsein von Vorteil.
Bei der Wahl dieses Berufes sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man an die Ladenöffnungszeiten gebunden ist (samstags/6-Tage-Woche).
Die Ausbildung zum Augenoptiker/-in findet an 3 Orten statt:
- In dem Betrieb
- In der Berufsschule
- In dem Berufsförderungs-Zentrum (BFZ)
(überbetriebliche Ausbildung)
Betrieb
- Anpassung der Brillen
- Beratung und Auswählen der Fassungen mit Kunden
- sowie die oben genannten handwerklichen Aufgaben
Berufsschule
Der Lehrstoff bezieht sich auf Physik, Chemie, Mathematik und Biologie. Es wird die Anatomie des Auges durchgenommen, mathematische Grundkenntnisse sollten gefestigt sein und in der Optik muss man aufgepasst haben.
Berufsförderungs-Zentrum (BFZ)
Hier wird speziell das handwerkliche Geschick geschult!
Aufstiegsmöglichkeiten
- Meisterschule mit Aussicht auf eigenes Geschäft
- Studium zum Ingenieur im Bereich Optik
- Außerdem könnte man in die Industrie einsteigen (Glasherstellung, Fassungsherstellung und Linsen)
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Berufsschule
Berufschulunterricht für die Auszubildenden des Augenoptikerhandwerks wird in Oldenburg in Blockform angeboten.
Die Schüler/-innen besuchen 6 mal im Jahr für zwei Wochen die Berufsschule. Sie werden in den Fächern Deutsch, Politik, Sport, Wahlpflichtunterricht, Religion/Werte und Normen und Fachtheorie unterrichtet.
Der Unterricht umfasst 36 Stunden pro Woche.
Hier einige wichtige Schwerpunktthemen aus der Fachtheorie mit zentraler Fragestellung:
Optische Eigenschaften von Brillengläsern
- Was passiert mit dem Licht im Brillenglas?
Der Sehvorgang
- Wie ist das Auge aufgebaut, und wie funktioniert das Sehen?
Fehlsichtigkeiten und ihre Korrektion
- Wie wird z.B. die Kurzsichtigkeit korrigiert?
Auswahlkriterien für Brillengläser
- Welches Glas für welchen Kunden?
Brillenanpassung
- Wie muß die Brille an den Kopf angepassst, und wie das Glas vor dem Auge positioniert werden?
Werkstoffkunde
- Welche Eigenschaften haben Glas, Metalle, Kunststoffe?
Kundenberatung
- Wie und mit welchen Hilfsmitteln berate ich einen Kunden am besten?
Verkauf von Waren und Dienstleistungen
- Wie ist der Geschäftsbetrieb organisiert?
Durchführen von Verwaltungsarbeiten
- Welche Zahlungsarten gibt es?
In der zweiten Ausbildungshälfte wird eine Zwischenprüfung und nach drei Ausbildungsjahren die Gesellenprüfung abgelegt.
Bei guten Ausbildungsergebnissen kann die Gesellenprüfung ein halbes Jahr früher abgelegt werden.
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