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Praktikum in der Klasse 11
     

Die praktische Ausbildung in der Klasse 11 erfolgt während des gesamten Schuljahres an 3 Tagen in der Woche (Montag bis Mittwoch) im Betrieb. Die Ausbildung soll wahlweise in geeigneten Betrieben für die Be- und Verarbeitung von Holz, Kunststoff, Metall, Natur- und Kunststein, Papier, Textilien u.ä. sowie in Druckereibetrieben und in Werkstätten für Fotografie, Werbung, Dekoration und Gestaltung erfolgen.
Die FOS-Gestaltung vermittelt eine gestalterische Grundbildung, die für ein breites Spektrum an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten eine Orientierung bietet. Entsprechend breit ist das Spektrum der Möglichkeiten, Praktika zu absolvieren. Wenn die Bewerber bereits eine feste Vorstellung über ihre Studienrichtung besitzen, kann die Wahl des Praktikumsplatzes gezielt vorgenommen werden.

Beispiele
Studienwunsch mögliches Praktikum
Grafik-Design Werbeagentur, Druckerei, Fotostudio
Möbel-Design Tischlerei
Schmuck-Design Goldschmiede
Industrial-Design Modellbau, Metall-bau, Keramik, Technischer Zeichner
Foto-Design Fotostudio
Innenarchitektur Raumausstatter, Bauzeichner
etc.  
   

Besitzen die Bewerber noch keine festen Vorstellungen und suchen in der FOS-Gestaltung zunächst eine Orientierung für ihre späteren Berufswege, so sollten sie einen oder mehrere Praktikumsplätze wählen, die hinsichtlich der gestalterischen Anforderungen eine möglichst breite Orientierung bieten.

Gestalterische Berufe:
Gold-Silberschmied, Stein-/Holzbildhauer, Keramiker, Gestalter für visuelles Marketing, Raumausstatter, Fotograf, Schilder und Lichtreklamehersteller, Bühnenbildner, Maskenbildner, Theatermaler, Maler und Lackierer, Modellbauer, Drucker, Tischler, Schneider, Restaurator, Mediengestalter usw.

Das Praktikum kann in mehreren Betrieben abgeleistet werden. Mit jedem Betrieb muss ein Vertrag abgeschlossen werden. Die Verträge sind der Schule vorzulegen.
Die tägliche Arbeitszeit soll sich an den üblichen tariflichen Bestimmungen einer vollzeitbeschäftigten Person orientieren.

Erwartungen an die inhaltliche Ausgestaltung des Praktikums:
Die Schülerinnen und Schüler sollen,

  • Einblicke gewinnen in die betrieblichen Arbeitsabläufe von der Auftragsannahme bis zur Auftragsausführung,
  • Erfahrungen sammeln in dem sozialen Geflecht eines Betriebes und in der Teamarbeit,
  • die Notwendigkeit wirtschaftlichen Denkens und Handelns erkennen,
  • sich an kleinen Aufgaben in den berufstypischen handwerklichen Techniken erproben.

 

Da die Schülerinnen und Schüler in der Regel noch keine oder sehr verschwommene Vorstellungen von ihrer weiteren beruflichen Zukunft haben, spielen gerade die Praktika für die weitere Entwicklung eine entscheidende Rolle. Hier haben die Betriebe eine besondere pädagogische Verantwortung. Die Betriebe haben die Möglichkeit für ihr Gewerbe zu werben, Begeisterung bei den Jugendlichen zu wecken und den eigenen Nachwuchs zu fördern.

Die Schülerinnen und Schüler sind über die Eltern versichert. Es entstehen für die Betriebe keine zusätzlichen Kosten. Bei Sachbeschädigungen  durch die Praktikanten ist die Schule zu benachrichtigen.

Es besteht keine Pflicht, die Praktikanten zu entlohnen. Niemand aber wird die Betriebe davon abhalten, eine erfreuliche Zusammenarbeit mit einer kleinen Sach- oder Geldspende zu honorieren.

Die Schule empfiehlt den Schülerinnen und Schülern im Lauf des Schuljahres mehrere Praktika in unterschiedlichen Gewerben zu absolvieren. Ein Praktikum sollte allerdings nicht kürzer als 3 Monate sein.

Zum Ende des Schuljahres müssen die Schülerinnen und Schüler Bescheinigungen der Betriebe über Inhalt und Dauer der geleisteten Praktika (insgesamt 960 Stunden) vorlegen. Bei einer normalen Arbeitswoche von drei Praktikumstagen bei acht Stunden Arbeitszeit täglich und zwei Schultagen sind das übers Jahr gerechnet 40 Wochen Praktikum. Das Praktikum / die Praktika ist/sind neben dem Versetzungszeugnis der Schule Voraussetzung für den Besuch der Klasse 12 der Fachoberschule Gestaltung. Um die Summe von mindestens 960 Stunden Praktikum zum Schuljahresende nachweisen zu können, ist es unter Umständen erforderlich, mit dem Praktikum bereits vor Schulanfang zu beginnen und/oder in den Schulferien Praktika abzuleisten. Sollten mit dem letzten Schultag die 960 Stunden noch nicht erfüllt sein, müssen in den Sommerferien die fehlenden Wochen nachgeholt werden.

Die Praktikantinnen und Praktikanten sind Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung und leisten im Rahmen des schulischen Lehrplans das Praktikum ab. Die Schule übt die Aufsicht über Inhalte und Durchführung des Praktikums aus. Der Unterricht in der Schule darf durch betriebliche Anforderungen nicht ausfallen. Während der Ferienzeiten müssen die Schülerinnen und Schüler, falls es zeitlich notwendig ist, auch an den Schultagen den Praktikumsplatz besuchen, außer sie haben ihre Urlaubszeit in die Ferien gelegt. Der Urlaub muss immer in Ferienzeiten genommen werden.

 

 
       
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