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Dachdecker/In
     

Die Ausbildung zum Dachdecker am BZTG dauert in der Regel drei Jahre. Sie beginnt mit dem für alle Bauberufe verbindlichen schulischen Berufsgrundbildungsjahr, in dem in Vollzeitform theoretische und praktische Unterrichtsinhalte vermittelt werden. Das Berufsgrundbildungsjahr wird auf die Ausbildungsdauer angerechnet.

Nach erfolgreicher Lehrstellensuche werden die Auszubildenden in die Fachstufe aufgenommen. Der Unterricht erfolgt in Teilzeitform. An einem achtstündigen Berufsschultag pro Woche wird der fachtheoretische Unterricht sowie der allgemeinbildende Unterricht in den Fächern Deutsch und Politik erteilt.

Die praktischen Fertigkeiten und Fähigkeiten werden durch die Ausbildungsbetriebe sowie durch überbetriebliche Ausbildung im Ausbildungszentrum des Dachdeckerhandwerks in St. Andreasberg vermittelt.

Die Zwischenprüfung erfolgt nach Abschluss der Fachstufe 1 sowie die Abschlussprüfung gegen Ende der Fachstufe 2. Es werden die vier Prüfungsbereiche Dachdeckungen, Abdichtungen, Außenwandbekleidungen und Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.

An unserer Schule werden Projektaufgaben bearbeitet, die sich mit der Deckung von Steildächern, der Fertigung von Flachdächern und dem Bekleiden von Außenwänden befassen. Wir berücksichtigen unterschiedliche Dachformen (Walmdach, Satteldach, belüftete und unbelüftete Flachdächer) und für unsere Region typische Deckmaterialien wie Hohlziegel, Flachdachkremper und Reet. Bei der Bearbeitung der Projekte gehen wir auf Aspekte der Abfallentsorgung, des Wärmeschutzes und der Arbeitssicherheit ein, damit z. B. asbesthaltige Materialien gewissenhaft entsorgt werden. Wenn wir euch aufs Dach steigen, sollt ihr sicher sein, dass euer Dach gut gedämmt und vor allem dicht ist.

 

Der Beruf des Dachdeckers ist abwechslungsreich und interessant. Zum späteren beruflichen Aufgabenbereich des Dachdeckers, der von Jungen und Mädchen gleichermaßen ausgeübt werden kann, gehören die Eindeckung und Abdichtung der unterschiedlichsten Dächer, die Bekleidung von Fassaden und das Abdichten von Schwimmbädern, Deponien, Brücken- und Tunnelanlagen. Zukünftig wird die Arbeit an Passivhäusern und der Ausbau der Solarenergie das Berufsfeld der Dachdecker erweitern. Hier wird handwerkliches Können mit Umweltschutz verbunden.

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Von Beginn an „stimmt die Kasse“. Der Dachdecker gehört mit zu den bestbezahlten Fachkräften im Handwerk. Die handwerklichen Fähigkeiten können durch keine Maschinen ersetzt werden, deshalb hat der Dachdecker einen sicheren Arbeitsplatz mit guten Aufstiegsmöglichkeiten.

Die Ausübung unseres Berufes ist mit besonderen Gefahren und Anforderungen verbunden. Wenn wir beispielsweise in luftiger Höhe im Dachdeckerstuhl sitzend einen Kirchturm eindecken, müssen wir absolut schwindelfrei und körperlich fit sein. Arbeitssicherheit wird bei uns groß geschrieben.

Widrige Witterungsverhältnisse können uns nichts anhaben. Sturmschäden an Dächern werden von uns umgehend behoben.

 

 
       
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