| Der Beruf „Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice“ ist ein neuer Lehrberuf, der durch Verordnung im Jahre 2005 anerkannt wurde.

Die Fachkräfte dieses Berufsbildes arbeiten in Unternehmen des Küchen- und Möbelhandels sowie in Möbelspeditionen. Sie sind in der Regel bei Kunden im privaten Wohnbereich und im Geschäftsbereich tätig.
Daraus ergeben sich die häufigsten beruflichen Handlungsfelder
- Möbelmontage und Möbeldemontage
- Transport und Auslieferung von Waren und Gütern
- Anwendung manueller und maschineller Bearbeitungstechniken
Der Beruf erhält seine besondere Prägung durch den Dienstleistungs- und Servicecharakter und durch seine Kundennähe.
Ausbildung
Der Beruf der Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice kann in Betrieben des Küchenhandels, des Möbelhandels und des Speditionswesens unserer Region ausgebildet werden.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt an zwei Lernorten: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Sie ist geprägt durch die Verschiedenartigkeit der Ausbildungsbetriebe auf der einen Seite und auf der anderen Seite durch die Notwendigkeit der Anpassung an sich ständig ändernde Rahmenbedingungen.
Voraussetzungen
Hauptschulabschluss oder weiterführende Abschlüsse.
Ein Beruf für junge Leute, die eine kundennahe Ausbildung im Servicebereich anstreben und sowohl handwerkliche Geschicklichkeit als auch einen Sinn für kaufmännisches Denken mitbringen.
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Ausbildungsbetriebe
Die Unternehmen, die als Ausbildungsbetriebe in Frage kommen, sind Betriebe
- des Möbelhandels
- des Küchenhandels
- des Transport bzw. Speditionswesens
Berufliche Qualifikation
Fachkräfte des Möbel-, Küchen- und Umzugsservices
- führen ihre Arbeiten auf der Grundlage von Arbeitsaufträgen überwiegend im Team und in Kooperation mit anderen Gewerken selbständig durch
- beschaffen Informationen, planen und koordinieren ihre Arbeit
- richten mobile Arbeitsstellen ein und ergreifen Maßnahmen zum Unfall- und Gesundheitsschutz
- prüfen ihre Arbeitsabläufe, dokumentieren sie und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch
- sind vertraut mit kaufmännischen Abläufen und wirtschaftlichem Denken
- sind weiterhin vertraut mit den Grundsätzen einer humanen und ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung, mit der Rückführung von wieder verwertbaren Stoffen, mit der sachgerechten Entsorgung von Abfallstoffen und der Vermeidung von Umweltbelastungen
Unterricht in der Berufsschule
Zum Erlangen beruflicher Handlungsfähigkeit ist es erforderlich, als Arbeitsform im projektorientierten Unterricht Gruppenarbeit einzusetzen. Diese wird an praxisnahen Aufgabenstellungen entwickelt, die sich an den regionalen Besonderheiten der Ausbildungsbetriebe orientieren.
Bestandteile aller Handlungsbereiche sind neben den technischen Sachverhalten ebenso berufsbezogene planerische Zusammenhänge und kaufmännische Grundlagen.
Den Schülern werden Wege eröffnet, die sie befähigen, mittels medialer Hilfen selbständig Ergebnisse zu erzielen und diese auf ihre Tauglichkeit in der Praxis zu hinterfragen. |