BZTG BZTG Oldenburg BZTG
BZTG
BZTG
  Pfeil BZTG://Bildungsangebote/Gestaltung/Farbtechnik/Raumausstatter    
 
     
Raumausstatter/in
     

Die Bezeichnung Raumausstatter hat noch keine lange Tradition. Am Anfang war der Raumausstatter mit dem Sattlerhandwerk direkt verbunden, dann hieß er Tapezier oder auch nur Dekorateur. Die Bezeichnung Raumaussatter allerdings trifft den Nagel auf den Kopf, denn der Raumausstatter stattet im wahrsten Sinne des Wortes Räume aus. Im Grunde lassen sich fünf sogenannte Disziplinen unterscheiden:

  • 1. Der Boden
    Im Bodenbereich verlegt der Raumausstatter sehr unterschiedliche Materialien. Von den verschiedenen Teppichbodenarten über die elastischen Bodenbeläge wie PVC-Böden oder Linoleum kommen auch die Holzböden oder Parkettböden in Frage. Neben der Verlegung der Böden gehört natürlich auch die Untergrundvorbereitung zum Aufgabenbereich.
  • 2. Das Polster
    Hier greift der Raumausstatter auf alte handwerkliche Techniken zurück. Das handwerkliche Polstern ist eine Kunst für sich. Es ist sehr kompliziert, ein ergonomisch angepasstes, ästhetisch angenehmes und bequemes Sitzelement auf der Basis eines Holzgestells aufzubauen oder die stilechte Restauration alter Sitzmöbel vorzunehmen.
  • 3. Die Dekoration
    Zu den wesentlichen Aufgabenbereichen des Raumausstatters gehört es, die Verbindung von Sicht- und Lichtschutz mit den dekorativen Ansprüchen der Kunden im Innenraum herzustellen. Hier wird neben der Beratung und dem eigentlichen Dekorieren auch die Erstellung, d.h. das Nähen der Gardinen erwartet. Die hierbei auftretende Vielseitigkeit ist unendlich groß. Von Biedermeier bis zur avantgardistischen Moderne ist alles möglich.
  • 4. Die Wand
    Auch die Wand gehört zu den Arbeitsbereichen des Raumausstatters. Es ist egal, ob es sich dabei um das Tapezieren oder die textile Wandbespannung handelt, vom Raumausstatter wird auch hier neben dem handwerklichen auch die gestalterische Kompetenz gefordert.
  • 5. Das Licht
    Relativ neu ist das Arbeitsfeld Sonnenschutz. Hier gibt es gerade in den letzten Jahren große Innovationszuwächse. Die Bandbreite reicht hier von den innenliegenden Jalousien bis zu den großen, manchmal monströsen, außen angebrachten Markisen. Hier gilt es, das Sonnenlicht im Terrassen- oder Innenraumbereich so zu dosieren, dass es angenehm wirkt.

 

 

Welche Voraussetzungen sollte ein
Raumausstatter mitbringen ?

  • es gilt allgemein, dass der Raumausstatter einen mittleren Bildungsabschluss haben sollte, besonders das Rechnen spielt in diesem Beruf eine wichtige Rolle
  • er sollte Freude an der Arbeit mit schönen Stoffen, besser noch, schönen Textilien mitbringen
  • Kreativität und das Gespür für die ästhetische Kombination von Farben sind ebenso wichtige Voraussetzungen
  • die handwerkliche Begabung darf ebenso wenig fehlen wie das räumliche Einfühlungsvermögen

BZTG

Die Zukunftsaussichten des Raumausstatters sind sehr stark konjunkturabhängig. Vergleichbar mit dem Handel steht und fällt die Nachfrage nach Einrichtungsaufträgen mit der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Situation. Wie auch in anderen handwerklichen Berufen liegt das durchschnittliche Einkommen eines Raumausstatters unter dem eines in der Industrie arbeitenden Arbeitnehmers.

Als Raumausstatter besteht jedoch die Möglichkeit den Meistertitel zu erwerben. In der Regel besucht man hierfür ca. acht Monate die Meisterschule und erhält nach abschließender Prüfung das Diplom. Allerdings gilt der Meistertitel nicht mehr als Voraussetzung für die Selbstständigkeit in diesem Handwerksberuf.

 
       
BZTG
 
BZTG | Drucken