| Handwerkliche Fähigkeiten, Arbeiten im Team und ein besonderes Interesse für des Menschen liebstes Spielzeug, das Auto, sind die wichtigsten Merkmale des Handwerksberufes Fahrzeuglackierer/in.

Der Beruf des/r Fahrzeuglackierer/in ist ein Werkstattberuf. In der Lackierwerkstatt werden Arbeiten zur Karosserieinstandsetzung, Untergrundvorbearbeitung und Lackierung geleistet. Neben der Uni- oder Metalliclackierung werden auch Effekt- und Sonderlackierungen sowohl im PKW-, Motorrad- als auch im Nutzfahrzeugsektor ausgeführt. Dazu kommen Industriefertigteile und manchmal auch Wasser- oder Luftfahrzeuge. Die Folienbeschriftung und -beschichtung ist in den letzten Jahren ein breites Anwendungsgebiet geworden. Aber jede Arbeit ist am Ende nur so gut, wie die Vorarbeiten ausgeführt werden. Sie machen häufig bis zu zwei Drittel der eigentlichen Arbeiten aus. Korrosion muss entfernt, Fahrzeuge gereinigt, Fahrzeugteile ausgebeult und abgeklebt, Fehlstellen gespachtelt, geschliffen und gefüllert werden.
Nicht ganz zu Unrecht kämpft dieser Beruf noch immer mit den Vorwürfen der Umweltbelastung und gesundheitlichen Belastung bei der Arbeitsdurchführung. Die Umsetzung der VOC-Emissionsrichtlinie der Europäischen Union schafft ab 2007 ein verändertes Umfeld. Es dürfen nur noch ökologisch verträgliche, weniger gesundheitsbelastende Lacksysteme (häufig auf Wasserbasis) verarbeitet werden. Dieses trägt sowohl zu einer weitgehenden Reduzierung der Umweltbelastungen als auch der gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei.
Neben dem Schwerpunkt der handwerklichen Arbeitsausführung ist der Beruf Fahrzeuglackierer/in ein gestalterischer Beruf. Farbgestaltung, Oberflächendesign, Werbedesign und gestalterischer Umgang mit neuen Medien spielen eine wichtige Rolle in der Berufsausbildung. Darüber hinaus werden zahlreiche Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung während und nach der Ausbildung angeboten. |
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Ausbildungsdauer:
3 Jahre
BGJ oder vergleichbare Abschlüsse verkürzen die Ausbildung
Anmeldung:
Anmeldung ist nur über einen Ausbildungsbetrieb möglich,
Ausbildung im dualen System
Voraussetzungen:
- Arbeitsfähigkeit im Team
- handwerkliches Geschick
- Interesse an Fahrzeugen und deren Styling
- Interesse an neuen Techniken (Weiterbildung)
- Grundtugenden wie Sauberkeit, Ordnung, Pünktlichkeit
- allgemein bildender Schulabschluss,
auch ohne Schulabschluss in einigen Betrieben möglich
Ausbildungsablauf:
im Betrieb:
praktische Ausbildung in Lackierwerkstatt
drei bis vier Tage je Woche
in der Schule:
nach Lernfeldern strukturiert
Durchführung kundenorientierter Projekte im Arbeitsteam
ein bis zwei Tage je Woche
Überbetriebliche Ausbildung:
ÜA in OL-Tweelbäke (Handwerkskammer)
ein 2-wöchentlicher Lehrgang je Ausbildungsjahr
Prüfungen:
Qualifizierungsprüfung nach zwei Jahren,
Abschlussprüfung nach drei Jahren
Abschlüsse:
Gesellenbrief
Sekundarabschluss I – Realschulabschluss
Rahmenlehrplan:
Für diejenigen unter Euch, die sich für eine detaillierte Beschreibung der Ausbildungsinhalte im Betrieb und für eine Aufstellung der schulischen Inhalte interessieren:
www.kmk.org
Berufliche Links:
www.autoreparaturlacke.de/
www.audin.de/
www.handwerk-oldenburg.de/
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