Eine glänzende Berufswahl
Die Ausbildung dauert normalerweise drei Jahre: Mit einer Zwischenprüfung nach der zwei Jahre dauernden Fachstufe I zum "Ausbaufacharbeiter". Dann folgt die Fachstufe II (das dritte Lehrjahr) mit der Gesellenprüfung.
Neu ist nach dem Auslaufen des schulischen BGJ, dass das erste Lehrjahr einmal im Betrieb mit Berufsschule und praktischen Lehrgängen im Bau-ABC Rostrup (jeweils bis zu 20 Wochen) durchgeführt werden kann, wenn man eine Lehrstelle in einer Firma findet.
Das erste Jahr kann aber auch in der Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Fliesenleger
absolviert werden. Die Verzahnung von Theorie und Praxis findet in unseren Werkstätten statt.

Die schönen Oberflächen sind eine „glänzende“ Belohnung nach getaner Arbeit für den Fliesenleger. Die Oberflächen werden immer vielfältiger: Ob rauer Quarzit aus Brasilien (für das Olantis), Sandstein aus Bayern oder 60 cm Fliesen aus Norddeutschland, Platten aus Beton vom Oldenburger Fertigbetonwerk oder auch die Reparatur alter 15 cm Fliesen – ein Fliesenleger muss alle Materialien verarbeiten können.
Fliesen gibt es seit Jahrtausenden: Vom Orient über Spanien und die Niederlande kamen sie zu uns. „Kacheln“ werden übrigens mitnichten vom Fliesenleger gesetzt: Diese werden nur in Kachelöfen verwendet!
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Der Fliesenleger kann nicht nur Fliesen, sondern auch große Platten und kleines Mosaik verlegen. Als „Ausbaufacharbeiter“ kann er zudem mauern, putzen, Estrich verlegen und im Trockenbau arbeiten. Voraussetzungen für diesen Beruf sind körperliche Belastbarkeit sowie räumliches und farbliches Vorstellungsvermögen.
Außerdem sollte man selbstständig arbeiten können. Spannend an diesem Berufsfeld ist sicherlich, dass der Fliesenleger gestaltend tätig ist und das Ergebnis seiner Arbeit, z. B. ein fertiger Belag, einen „glänzenden“ Eindruck macht und – hoffentlich – ein Erfolgserlebnis vermittelt. Zum theoretischen Teil der Ausbildung bei uns in der Schule gehören nicht mehr nur die Werkstoffe Zement und Fliesen, sondern auch viele Neuerungen aus der Baustoffchemie: Kunststoffkleber, 2-Komponenten-Material, Schalldämmung, fachgerechte Abdichtungen und vieles mehr.
Neben den Projekten im Unterricht bieten wir auch Fachvorträge von Firmen an, besuchen interessante Bauprojekte und können informative mehrtägige Fahrten zu großen deutschen Fliesenherstellern unternehmen.
Die Ausbildung zum Fliesenleger ist also in mehrfacher Hinsicht eine „glänzende“ Wahl!
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